Mein Marathon-Debüt in Neubrandenburg

Aufgeben bei 28 Grad im Schatten und Magenprobleme bei meinem ersten Marathon? Niemals! So erreichte ich, beim 25. Tollenseseelauf, mit 3:11 Stunden als Zweiter das Ziel.

Völlig am Ende mit meinen Kräften beim ersten Marathon. Nur wenig Schatten schütze vor unerträgliche Hitze.

Völlig am Ende mit meinen Kräften beim ersten Marathon. Nur wenig Schatten schütze vor unerträgliche Hitze.

 


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Streckenrekord beim Elm Super Trail

Beim 4. Elm Super Trail wurde ich lange von der Konkurrenz gejagt. So konnte ich mir über 25 km in einer Zeit von 1:45:57,0 Stunden den Streckenrekord sichern.

 

Streckenrekord in diesem Jahr noch mal verbessert, weil Florian bis 20 km mir dicht auf die Fersen war.

Streckenrekord, weil Florian(rechts im Bild) mir immer dicht auf den Fersen war.

 


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Wettkampfplan für 2015 steht fest!

Wettkampfplan

Meine Wettkampfplanung habe ich in der letzten Woche abgeschlossen! Mein Fokus liegt bis zum 13. Juni auf meinem ersten Marathon.

Im Sommer geht es zwei Mal in die Schweiz in die Alpen. Ich habe ganz bewusst in diesem Jahr die Streckenlänge nur bis 21 km gewählt, längere Distanzen in den Alpen sollen erst in den nächsten Jahren folgen. Der Höhepunkt im Sommer wird der Sardona Ultra Trail mit 21 km.

Zum Abschluss der Saison soll es nach einigen Straßen und Landschaftsläufe beim Gifhorn Wolfsburg Laufcup zum Salzburg Trailrunning Festival gehen. Ich will mich dort gegen die starke Konkurrenz durchsetzten.

 

 

Hier mein Plan:

01.05. Allerbüttel – 10 km

10.05. Neudorf-Platendorf – 10 km

22.05. Meinersen – 10 km

13.06. Tollenseseelauf – Marathon

04.07. Engadin St. Moritz Ultrak – 16 km

10.07. Wolfsburg – 10 km

19.07. Fallersleben 10 km

15.08. Sardona Ultra Trail – 21 km

06.09. Meine – 10 km

20.09. Wilsche – 10 km

11.10. Neuhaus – 10 km

24/25.10. Salzburg Trailrunning Festival – 7/22 km

 

 


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Bestzeit (Straße) beim Silvesterlauf in Wolfsburg

Bestzeit auf der Straße und Jahresbestzeit heißt das Ergebnis des letzten Laufes im Jahr 2014. Auf der vermutlich schnellsten 10 km Strecke in Wolfsburg und Umgebung übertraf ich mit 34:43 min alle meine Erwartungen und Ziele.

Trotz der guten Zeit lief ich meiner Konkurrenz hinterher und erreichte nur einen vierten Platz. Während die Plätze eins und zwei gleich nach 500 m vergeben waren, blieb es um den letzten Platz auf dem Podium noch bis zum vierten Kilometer spannend. Ab diesem Punkt musste ich meinen langjährigen Konkurrenten Alexander ziehen lassen und erreichte mit einem Abstand von 27 Sekunden das Ziel.

So bleibt der Silvesterlauf immer einer der wichtigsten Läufe in der Saisonvorbereitung. Meine Ziele für das nächste Jahr müssen mit der Erkenntnis vom Silvesterlauf noch etwas verbessert werden, um mit der Konkurrenz Schritt halten zu können. Die Leistung zeigt aber auch, dass diese neuen Saisonziele sehr realistisch sind.

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Getting Tough – The Race. Platz 21.

Getting Tough 1

Vor Wochen fragte mich Florian von Inov-8, ob ich nicht Lust hätte beim Getting Tough zu starten. Spontan sagte ich einfach zu. Ich wollte mich intensiv auf dieses Rennen vorbereiten. Laufmäßig sollte es keine Probleme geben, die Vorbereitung lief super. Eine kleine Erkältung zwei Wochen vorher konnte ich schnell überstehen. Aber mit einen intensiven Krafttraining haderte ich sehr, so tat ich aus zeitlichen Gründen so gut wie nichts in dieser Richtung.

Am Wettkampfvortag reiste ich mit mein Vater (Hans-Günter) nach Rudolstadt. Dort besichtigten wir in der Dämmerung einige Hindernisse. Ich sah nur eine handvoll von diesen Hindernissen, es sollten wohl insgesamt an die hundert sein, und diese reichten schon aus, um ein mulmiges Gefühl zu bekommen. Auch mein Vater hatte so seine Bedenken, ob ich nach 22 gelaufen Kilometern das Schwimmbecken und Hindernisse heile überstehen würde.

 Am Samstagmorgen war mein ganzer Körper mit einer dicken Schicht Vaseline überzogen, sollte gegen Kälte helfen. Gegen 10:30 Uhr wurde in breiter Front die Startposition eingenommen. Eine Front? Genau, auf ein „Schlachtfeld“ bezogen, über 2200 Frauen und Männer in einer 200 Meter breiten Linie die Aufstellung. Dudelsäcke und Trommeln spielten. Die Menschenmassen wurden vom Sprecher auf die bevorstehende „Schlacht“ eingestimmt. Die Masse brüllte. Dann kam endlich der Countdown und die Läufer tobten. Rauch, Raketen, Sirenen, Heavy Metall. Schuss aus einer Kanone, und los ging´s. Wie in einen Sprintrennen legten die Läufer los und ich tauchte in der Masse unter.

Nach 100 Metern die erste Schikane: Stacheldraht und Stromzaun, dazu Kuhfladen. Feuerwehr und Schneekanonen sorgten für eine kalte Dusche. Nach vielen Metern Krabbeltour ging’s in den 1,50 Meter tiefen und 5 Meter breiten Graben mit senkrechten Wänden. Die Masse schob mich runter. Ich sprang und stolperte ins hüfttiefe Wasser, konnte mich geradeso fangen. Die gegenüberliegende Wand bot keine Stelle zum Herausklettern und an dem schlammigen Rand konnte man sich nirgendwo festhalten. Irgendwelche Läufer schoben mich jedoch rauf und andere halfen von oben. Ich drehte mich um und zog ebenfalls Jemanden aus dem Graben. Dann folgte der nächste Graben. Durch Schlamm düsten wir über einen Acker auf die nächste Herausforderung zu: Die Überquerung der Saale. Das Wasser war eisig und die Steine rutschig. Die Strömung zog an den Beinen. In der Mitte rutschte ich weg. Zum Glück konnte ich mich am Grund abstützten und schlimmeres verhindern, trotzdem schwappte das eisige Wasser an meine Oberkörper. Nach der Saaledurchquerung ging es drei Kilometern stetig bergauf. Ich profitierte von meinen Bergtraining und Treppenläufen in den letzten Wochen, dadurch konnte ich unzählige Läufer überholen. Als Nächstes wurde eine große Bodensenke im Schlangenkurs durchquert. Ich drückte mich kraftvoll den Abhang rauf und runter, um so weitere Sportler hinter mir zu lassen. Nach einem Kilometer erreichte ich die Reifen, die über einen terrassenförmigen Acker geschleppt werden sollten. Nach einem weiteren knappen Kilometer konnte ich den Reifen endlich wieder ablegen.

Getting Tough 2

400 m den Sandsack auf der Schulter

Über Stein- und Wurzelpfade ging es bergauf mit bis zu 32 % Steigung und wieder bergab. Nach 10 Kilometern hatte ich mich auf den 20. Platz vorgekämpft. Nach weiteren 10 Kilometern rauf und runter erreichte ich als 18. zusammen mit fünf anderen Läufern erneut die beiden Gräben vom Startplatz, nur ging es diesmal über 250 Meter längst durchs Wasser. Das eisige Wasser reichte bis zur Hüfte und ließ die Beine schon nach wenigen Metern zu Eisklötzen werden. Schritt für Schritt schob ich mich durch die braune Brühe. Irgendwann erreichte ich endlich das rettende Ufer. Obwohl die Beine eigentlich gar nicht mehr wollten, musste es weiter gehen. Nächste Schikane die alte NVA Sturmbahn. Ich musste über Klettergerüste und Zäune klettern, über Feuer und Mauern springen, sowie durch Tunnel und Löcher kriechen und am Ende mit einen 10 Kilo schweren Sandsack auf den Schultern eine ganze Stadionrunde drehen. Erholen konnten wir uns nur wenige 100 Meter. Was jetzt folgte war mit Abstand mein schlimmstes Hindernis: Das Schwimmbad! Ich nahm mein ganzen Mut zusammen und sprang in das brusttiefe Nichtschwimmerbecken. Die Kälte war unglaublich, ich hoffte, dass es nicht mehr schlimmer kommen würde. Doch es wurde noch viel schlimmer, denn nun musste man unter Baumstämme durchtauchen. Als sich der Kopf unter Wasser befand drückte sich meine Lunge zusammen. Wild nach Luft schnappend tauchte ich hinter den ersten Baumstamm auf. Ich wünsche mir in diesem Moment einfach das Wasser zu verlassen. Mein Kopf sagte mir, hier ist Schluss, hier geht es nicht weiter und hier ist das Rennen vorbei. Es ist schwer die Gefühle zu beschreiben. Es waren einfach nur Qualen. Ich wusste am Rand standen die Zuschauer in Massen und warten auf meine Schwäche. Diesen Wunsch wollte ich ihnen nicht erfüllen. So steckte ich den Kopf wieder und wieder unter Wasser, Stamm für Stamm bezwang ich das Nichtschwimmerbecken und litt dabei Qualen.

Dann sollte man über das nächste Schwimmerbecken hangeln. ich versuchte es nicht mal und sprang mit einem Satz ich ins Becken. Dort kam ich nach Luft schnappend an die Oberfläche und schwamm zu anderen Seite. Auf halben Weg brüllte der Sprecher in seinen Mikrofon: „Da ist Arne im Wasser, der hat keinen Bock mehr! Feuert ihn an, damit er aus dem Wasser kommt.“ Es motivierte mich und ich erreichte den Rand des Beckens. Wieder rief der Moderator meinen Namen. Ich reckte die Faust in die Höhe und stürmte weiter. Es folgten mehrere kleine Hindernisse bevor ich das Schwimmbad verließ.

Getting Tough 3

Über 100 Hindernisse: Mehre Meter hohe Gerüste, zwei Meter hohe Holzwände, sowie Panzer, Autos, Laster, Container und noch viele weitere.

Durch den Park lief ich Richtung Ziel. Bevor die letzte Schlacht beginnen sollte, mussten wir Läufer noch mal in die Saale. Jedoch vorher und hinterher standen knapp zwei Meter hohe Truckerreifen. Die erste „Reifenrolle“ meisterte ich noch ohne Probleme, bei der zweiten rutschte ich am abgenutzten Profil öfters ab und musste mich von einem anderen Läufer helfen lassen. Ich revanchierte mich am nächsten Hindernis. An diesem floss Wasser aus der Saale in Massen auf uns hinab, damit wir auf keinen Fall trocken das Ziel erreichen sollten.

Nun folgten unzählbar viele Hindernisse am Stück, wir mussten über Panzer, Autos, Laster und Container klettern, ebenfalls mehre Meter hohe Gerüste und zwei Meter hohe Holzwände überwinden. An den Wänden hatte ich, wie auch die anderen Läufer Probleme, und so halfen wir uns gegenseitig. Das schmerzhafteste Hindernis im letzten Abschnitt war das Kriechen (krabbeln war nicht möglich) durch U-Betonelemente. Auf Schotter und Kies mussten wir zwei 20 Meter lange Tunnel hinter uns lassen. Weitere lange 15 Minuten ein Hindernis nach dem anderen. Viele davon waren schnell erledigt, dafür aber lästig und andere wiederum waren eine kleine Herausforderung.

Das letzte Hindernis reichte bis zur Ziellinie, denn auf Asphalt mussten wir erneut durch einzelne Betonelemente kriechen. Plötzlich tauchte neben mir ein anderer Läufer auf, ich beschleunigte mein Kriechtempo, ich wollte kurz vor dem Ende keinen Platz verlieren. Auch mein Gegner erhöhte das Tempo. Wir zogen uns auf den Asphalt entlang. Schmerzen spürte ich in diesem Moment nicht mehr. Irgendwie gelang es mir, zuerst den Chip (am Handgelenk) über die Ziellinie zu strecken. Damit erreichte ich kriechend nach 2:16:09 Stunden das Ziel auf dem 21. Platz.

Trotz warmer Kleidung dauerte es noch über eine Stunde bis mir wieder warm wurde und ich nicht mehr zitterte. Meine Hände waren blau vor Kälte. Während des Rennens hatte ich zum Glück nur im Wasser mit der Kälte ein Problem, denn die Neopren-Handschuhe und die Vaseline verhinderten Schlimmeres. Meine Beine waren überseht von Kratzern, blauen und roten Flecken. Noch einige Tage später merkte ich die Schmerzen.

Ich war glücklich, dass ich das Ziel überhaupt erreicht hatte und zum ersten Mal bin ich recht Stolz eine „Jedermann-Medaille“ in den Händen zu halten, denn letztendlich sind über 500 Läufer ausgestiegen.

Getting Tough 5

Das letzte Hindernis. Kriechend ging es ins Ziel


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