Mein Marathon-Debüt in Neubrandenburg

Aufgeben bei 28 Grad im Schatten und Magenprobleme bei meinem ersten Marathon? Niemals! So erreichte ich, beim 25. Tollenseseelauf, mit 3:11 Stunden als Zweiter das Ziel.

Völlig am Ende mit meinen Kräften beim ersten Marathon. Nur wenig Schatten schütze vor unerträgliche Hitze.

Völlig am Ende mit meinen Kräften beim ersten Marathon. Nur wenig Schatten schütze vor unerträgliche Hitze.

 


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„Die Nacht nach den Marathon“

Hätte mich irgendjemand vorgewarnt vor „der Nacht nach den Marathon“, wäre ich vermutlich nie gelaufen! Am Abend bereiteten mir die etwas steifen Bewegungen beim Gehen oder Treppensteigen, sowie die leichten Schmerzen, nur wenig Kopfzerbrechen. Ganz im Gegenteil zu der Nacht. Ich schlief weniger als drei Stunden und litt an Höllenqualen. Meine Beine brannten, ganz besonders die Kniekehlen. Ich schwitzte und fror abwechselnd. Keine Position im Bett versprach eine Linderung der Schmerzen. Die Bettdecke verursachte durch ihr Gewicht weitere unerträgliche Qualen.

Um 5 Uhr morgens gab ich jegliche Versuche auf, in schmerzfreie Träume zu entfliehen. Ab 6 Uhr hielt ich keine weitere Sekunde mehr im Bett aus. Jeder Schritt wurde zu einer Qual, stehen und gehen waren jedoch besser als liegen. Die gefühlte Zeit beim Treppensteigen war vergleichbar mit meinen Durchschnittstempo pro Kilometer am Vortag. Um 7:30 verbrachte ich die nächste Stunde im Salzbad in der Badewanne. Beim Einsteigen in die Wanne hatte ich das Gefühl, ich wäre über Nacht um 75 Jahre gealtert. Nach diesem Bad waren die Schmerzen halbwegs erträglich. Am Dienstag gelang es mir meine Beine wieder ganz anzuwinkeln. An den Qualen erinnerte am Mittwoch beim ersten Training nur noch ein leichtes Drücken im linken großen Zeh.

Noch nie habe ich so extreme Schmerzen erlebt. Doch im nächsten Jahr werde ich wieder an den einen anderen Marathon teilnehmen. Die Schmerzen werde ich dann mit Freude erwarten, denn was ist schon eine verdammte Nacht gegen unzählige qualvolle Stunden im Training?


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Der Südheidemarathon

Der Südheidemarathon am 27.10.13

Der Südheidemarathon sollte nicht nur die Saison beenden, sondern auch mein erster Wettkampf auf der Länge von 42,195 km werden. Um es gleich vorweg zunehmen: Ein Marathon wurde es jedoch nicht!

Die Saison ist nach den Transalpine-Run nur noch mäßig verlaufen. In den drei Wettkämpfen über 10 km in Neudorf-Platendorf, Jembke und Neuhaus blieb ich weit unter meinen gewohnten Zeiten. Der Verlust von 1:30 – 2 min lässt sich nicht an den schweren Bedingungen dieser Wettkämpfe erklären. Es fehlte einfach das Tempo- und Schnelligkeitstraining über einen Zeitraum von knapp drei Monaten. Deshalb hielt ich einen Marathon nach den umfangreichen Ausdauertraining für sinnvoll.

Am Sonntag um 11 Uhr erfolgte der Start in Neudorf-Platendorf. Das Wetter war perfekt, naja absehen vom starken Wind. An diesem Morgen lautete mein Plan: Ein Vier-Minuten-Tempo, somit eine Endzeit von 2:50 Stunden.

Nicht nur meine Haare wurden von dem Randtief Christian verweht, sondern auch meine erhoffte Marathonzeit.

Vor den Start: Nicht nur meine Haare wurden von dem Randtief Christian verweht, sondern auch meine erhoffte Marathonzeit.

Der Plan ließ sich nur wenige Kilometer erfolgreich umsetzten. Der erste Streckenteil von Neudorf-Platendorf nach Wilsche (bis 12 km) war purer Gegenwind Sturm (Randtief: CHRISTIAN). Die anderen Abschnitte waren fast gänzlich frei von stärkeren Winden und somit leider auch kein Rückenwind im gesamten Wettkampfverlauft. Hinzu kommen die drei sandigen Abschnitte auf der Strecke (ca 5 km).

Das ich letztlich weit unter meinen erwarteten Leistung blieb, lag nicht an Wind oder Sand, sondern vermutlich an ein mäßiges Training in den letzten sechs Wochen. In den Wochen nach den Transalpine-Run verhinderten die Wettkämpfe und einigen schmerzhaften Überbleibsel aus den Alpen ein konstantes und sinnvolles Training. Der enorme Leistungsabbau durch die Alpenüberquerung, sowie der Vorbereitung und Nachbereitung war erschreckend, denn vor dem Sommer lief ich in harten Trainingswochen ein Vier-Minuten-Tempo ohne Probleme auf 20 bis 25 km durch.

Der Wettkampfverlauf war nicht wirklich spannend. Waren die ersten Kilometer noch im geplanten Tempo, so sorgte der Gegenwind ab Kilometer 5 für einige sekündlichen Einbusen. Nach den sandigen Waldweg zwischen 14 und 16 km schwand meine Energie. Bei 25 km in Neubokel musste ich ohne widerstand die Führung an Frank Balzer abgeben. Der danach folgende Sandweg kostete mir die restlichen Reserven.

Die Möglichkeit die Grenze von drei Stunden zu knacken, war der letzte Ansporn. Nach einen weiteren sandigen Abschnitt auf der letzten Schleife um Neubokel ging es in Richtung des ersehnten Ziels. In Gifhorn begrüße und gratulierte mir der Veranstalter zu meinen zweiten bestanden Ultralauf, denn auch meine Uhr zeigte einen Kilometer mehr an. Die Spekulationen der eigentlichen Streckenlänge im Ziel waren umfangreich und reichten bis zu zwei zusätzlichen Kilometern. Wenn man jedoch meiner Uhr vertrauen konnte, habe ich bei 42,2 km eine Zeit unter drei Stunden gesehen.

Völlig entkräftet und mit Schmerzen in den Beinen wurde ich im Ziel mit dem zweiten Platz, einer Zeit von 3:04:35 Stunden und einen Kilometer extra belohnt. Die sandigen Wege hatten auch etwas mehr von einem Cross- oder Trailmarathon, und da nimmt man es bekanntlich mit der Streckenlänge nicht so genau….

Mehr Bilder von meinen ersten Marathon findet ihr hier.


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