Rückblick: Training in Italien/Crosslauf Neubokel

In den beiden letzten Trainingswochen des Italienaufenthalts ist es mir gelungen an meinen Umfängen, die ich vor dem Transalpine-Run absolvierte, anzuknöpfen. Die erste Woche erfolgte gleich mit fünf intensiven Laufeinheiten, bei jeder Einheit war ich schneller als meine geplanten Zeiten. In der zweiten Woche konnte ich die Zeiten aller Einheiten, trotz Steigerung der Intensitäten (sechs Einheiten), noch mal bestätigen und verbessern. Die Kilometer Umfänge innerhalb dieser beiden Wochen betrugen 126,2 und 125 km.

Höhenprofil
Höhenprofil der Standerdrunde und schnelle Berglaufrunde(Training von Mittwoch) auf 10 km etwa 300 hm.

In den beiden letzten Italientagen machte sich die Müdigkeit bemerkbar, zum Beispiel erzielte ich am Samstagmorgen auf meiner Standerdrunde (10 km/300 hm) die langsamste Zeit des Aufenhalts. Trotz dieser Müdigkeit lief ich am Samstag Abend eine Zeit von 11:03 min über 3 km, diese Zeit bestätigte noch mal meine gute Trainingsverfassung.

In der letzte Woche, nun wieder in Deutschland, sollten ursprünglich die Umfänge und die Intensitäten beibehalten werden. Diesen Plan musste ich doch verändern, da ich wohl durch das harte Training in Italien eine gewisse Müdigkeit in den Knochen verspürte.

Diese Entscheidung war letztlich auch die richtige, denn beim kleinen Crosslauf in Neubokel, am 21.12.13, blieb ich weit unter meinen Erwartungen. Die teilweise schwere Strecke über 8,2 km rechtfertigte nicht das Tempo von 4:04 min, denn schon vor den Start fühlte ich mich sehr müde. Auch wenn ich diesen Wettkampf gewinnen konnte, erreichte ich durch die „Altherrenregel“ (Zeitgutschrift für weibliche, älter und jüngere Teilnehmer) nur einen achten Platz. Nach dieser Reglung ist es jedoch recht schwer zugewinnen, denn für einen Sieg hätte ich pro Kilometer über 25 Sekunden schneller laufen müssen. Dieses Unterfangen wäre auf dieser Strecke doch recht schwer geworden…


Posted in Italien, Training, Wettkampfwith no comments yet.

Die Einsamkeit der Toskana

Während Deutschland von Nässe und Kälte beherrscht wird, verbringe ich in der Toskana viel Zeit im Sonnenschein. Besonders zwischen Vormittags- und Nachmittagstraining sitze ich vor dem Haus und beobachte die Natur, diese strotzt hier noch vor Leben.
Wenn man mich nicht vor den Haus antrifft, so schlendere ich durch das Olivenhain oder befinde mich beim Training. Am Abend macht sich auch der Winter in Italien bemerkbar, dann sitze ich am Kamin, lese Bücher oder surfe im Internet. So vergehen die einsamen und ereignislosen Tage wie im Fluge, nur die aufdringliche graue Katze und die Echsen an der Hauswand leisten mir Gesellschaft. Aber gerade diese Einsamkeit macht diese Wochen in Italien so besonders.

Katze

Graue Katze und ich in der Sonne

Hier noch mal zum Nachlesen:

T-Shirt und kurze Hose? Dann ab in die Toskana.

Wozu Trailschuhe?

Bellende Hunde beißen nicht. Oder doch?

Training 02.12 – 08.12.13

Training 09.12 – 15.12.13

.                                                                                                                                                                                                                                                                                .

 


Posted in Italienwith no comments yet.

Training 09.12 – 15.12.13

Ich versuche regelmäßig eine Vorschau der nächsten Trainingswoche zu geben. Im laufe dieser Woche werde ich über meine Umsetzung berichte, am Ende der Woche schreibe ich gegebenenfalls noch einen umfangreicheren Rückblick. Warum und weshalb genau dieses Training geplant wurde, berichte ich zu einen späteren Zeitpunkt noch mal ausführlich. Das Training ist beeinflusst von  Arthur Lydiard, mit eigenen Ideen und Erfahrungswerten.

 

Also los geht es mit der ersten Vorschau und der nächste Woche in Italien:

Planung:

Montag: Ein schneller Dauerlauf über 17 km.

Dienstag: 6 mal 200m Berglauf(100m Berg und 100m Sprint)

Mittwoch: 10 km schneller Dauerlauf mit Höhenmetern

Donnerstag: 800 m/1000 m/1000 m/800m schnell.

Freitag: 6 mal 200m Berglauf(100m Berg und 100m Sprint)

Samstag: 3 km max. Geschwindigkeit

Sonntag: Langer Dauerlauf

Umsetzung:

  Tempo Zeit Kilometer pos. Höhenu. Puls Ø/max. Kommentar
9.12-15.12.13            
Montag 03:57 01:07:28 17 km 200m 160/169 Schneller Dauerlauf
Dienstag 01:01:07 12 km 400m 6mal Bergläufe(100m/22hm Berg und 100m/8hm Sprint) in Ø 1:06min/Pause 1:35min
Mittwoch 04:32 00:36:23 8 km 150m  
  00:53:37 12 km 9 km Schneller Berglauf/Dauerlauf in 38:43 bei 300 hm und Puls 164/174
Donnerstag 05:09 00:30:58 6 km 150m + LaufABC 25min
  00:47:17 10 km   800m/1000m/1000m/800m in 3:00/3:24/3:38/2:41 Pause: 3min Laufen
Freitag 04:45 00:38:04 8 km 150m  
    01:02:28 12 km 400m   6mal Bergläufe(100m/22hm Berg und 100m/8hm Sprint) in Ø 1:04,5 min/Pause 1:35min
Samstag 05:17 00:52:50 10 km 300m    
  04:31 00:45:11 10 km 100m 147/176 7km Ein-/Auslaufen. 3000 m in 11:03 min und Puls 167/176
Sonntag 04:47 01:35:58 20 km 220m  

 


Posted in Italien, Trainingwith no comments yet.

Training 02.12 – 08.12.13

In den letzten Monaten hat das konstante und regelmäßige Training durch Wettkämpfe und Winterpause stark gelitten. So nutzte ich die ersten zehn Tage in Italien um die Umfänge wider zu erhöhen, aber besonders auch mental zum Trainingsalltag zurückzufinden. Diese Tage waren erfolgreich, wie man an der ersten richtigen Trainingswoche sehen kann:

  Tempo Zeit Kilometer pos. Höhenu. Puls Ø/max. Kommentar
02.12-08.12.13            
Montag 03:59 01:07:53 17 km 200m 168/183 Schneller Dauerlauf
Dienstag 05:09 00:51:30 10 km 300m  
  00:37:56 8 km 800m/1000m/1000m/800m in 3:01/3:22/3:42/2:41 Pause: 3min Laufen
Mittwoch 04:54 00:30:29 6,2 km 100m + LaufABC 25min
  04:28 00:49:05 11 km 300m 9 km Schneller Berglauf/Dauerlauf in 39:01 bei 300 hm und Puls 166/177
Donnerstag 05:18 00:52:59 10 km 300m  
Freitag 05:12 00:52:04 10 km 300m  
  00:50:42 10 km 300m 3mal 1000m am Berg: 4:05(50hm)/4:39(70hm)/4:34(80hm)
Samstag 04:47 00:28:46 6 km 150m   + LaufABC 25min
  01:08:29 13 km 400m 6mal Bergläufe(100m/22hm Berg und 100m/8hm Sprint) in Ø 1:08min/1:35min Pause
Sonntag 04:58 02:04:06 25 km 600m 148/182 Langer Dauerlauf

 

 

 


Posted in Italien, Trainingwith no comments yet.

Bellende Hunde beißen nicht. Oder doch?

Wie bereits beschrieben(im letzten Eintrag), befinden sich zwischen den Olivenhainen recht viele Gehöfe, meistens mit ansässigen Bauern. Die Wege zu den Höfen und Grundstücke erkennt man an drei Dingen, eine Kette quer über den Weg, ein halb zugewachsener Briefkasten oder ein Schild! Ich habe innerhalb weniger Tage gelernt, diese Dinge nicht zu missachten. Grundsätzlich interessieren mich solche „Verbote“ selten, in Deutschland habe ich dort die schönsten Wege entdeckt. Nur in Italien sind es alles Sackgassen, der Weg endet meistens in einem Olivenhain. Oder man steht einem hüfthohen Wächter gegenüber, welcher knurrend und kläffend das Grundstück bewacht.

Außerhalb der Dörfer hält sich hier fast jeder mindestens einen Hund, meistens jedoch gleich zwei oder drei. Ich liebe Hunde! In Deutschland ist es ärgerlich, wenn diese Tiere sich oft in meiner Laufbahn befinden. Die Herrchen beschweren sich dann, über meine riskanten Manöver, wenn ich mit Sprung oder Haken ausweichen muss. Hier in der Toskana laufen einem die Hunde natürlich nicht vor die Füsse. Innerhalb einer Woche stand ich nun zwei Mal einem wild knurrenden Hund gegenüber, als ich in eine der besagten Gassen abbog. Nun meide ich sämtliche privaten Wege! Ein Hund wurde rechtzeitig von seinem Besitzer unter Kontrolle gebracht. Der andere folgte mir glücklicherweise nur bis zum Grundstücksende.

Die Sackgassen und ihre riesigen Wächter habe ich nun in den letzten Tagen gemieden, jedoch bleibt es mir nicht erspart jeden Tag an unzähligen Hunden vorbeizulaufen. Diese folgen mir kläffend und knurrend ein Stück des Weges, zum Glück hinter einen „sicheren“ Zaun.

Auf meiner täglichen Runde an meinen „Hausberg“ befinden sich einige dieser Kollegen, die schon freudig auf mein Erscheinen lauern. Einer der „sicheren Zäune“ hatte am Freitag plötzlich ein Loch, und das Tier, das sich gerade noch hinter dem Zaun befand, stand nun auf dem Weg. Nun ist mir die Liebe endgültig mit den Hunden vergangen. In diesem Moment ist mein Puls in die Höhe geschossen. Dieser Hund beschränkte sich jedoch „nur“ auf Knurren und wollte mir nicht länger Folgen.

Ganz anders jedoch zwei „kleinere“ Jagdhunde, die kündigten mich schon laut kläffend an. Der Besitzer dieser beiden Viecher reagierte leider nicht, denn er war gerade mit seinem Fahrzeug beschäftigt und ließ das Tor offen. Plötzlich waren die beiden hinter mir. Meine Reaktion war die Hacken hochziehen. Irgendeinen dieser Biester musste ich erwischt haben. Der Zweite nutze mein Stolpern und biss in meinen Oberschenkel. Die Hose hielt, an meinen Bein befand sich eine recht ansehnliche rotblaue Quetschung. Der Fleck ist schon fast wieder verschwunden. Was bleibt, ist aber nun mein täglich ungutes Gefühl, wenn ich an diesen unzähligen Hunden vorbeikomme. Ihr Bellen und Knurren begleitet mich wie Musik, wenn sie auf ihrer Grundstückslänge neben mir hersprinten. Noch trennt uns ein Zaun beim Vergleich der Schnelligkeit, aber ich habe das Gefühl, das dieses Rennen noch nicht ausgetragen wurde in Italien!


Posted in Italien, Trainingwith no comments yet.