Crossmeisterschaften in Ostercappeln und Wolfsburg

Ostercappeln

Niedersachsenmeisterschaften in Ostercappeln

Ich befinde mich gerade im Zug zurück nach Neubrandenburg, also ein guter Zeitpunkt um auf die letzten Wochen zurückzublicken. Diese betrachte ich sportliche gesehen ehr mit gemischten Gefühlen. Der Saisonstart beim Silvesterlauf ist nach erfolgreichen Trainingswochen in Italien nicht wie gewünscht verlaufen. Nach diesem Wettkampf verlief das Training im Januar recht gut, jedoch war ich nicht sonderlich motiviert bei diesem nasskalten Wetter.

Am 26.01.13 sollten die Kreismeisterschaften Wolfsburg/Gifhorn stattfinden, wegen Schneeglätte und Minusgraden wurde der Wettkampf kurzfristig abgesagt. Die Absage bedeute dem Verlust einer wichtigen Trainingswoche. Darauf folgten jedes Wochenende drei Crossläufe der Meerhardt Extreme, Niedersachsenmeisterschaft und zum Schluss die Kreismeisterschaft.

Die Niedersachsenmeisterschaften in Ostercappeln am 09.02. haben mich auf dem Boden der Tatsachen zurück geholt. Vor den Start war mir bewusst das ich keine gute Platzierung erreichen werde, am Ende reichte es jedoch nur für einem 18. Platz in der Männerklasse. Auf den sechs anspruchsvollen Runden lief ich keinesfalls schlecht und befand mich auf Augenhöhe mit den Läufern, die auch meine Zeiten laufen. Aber eine 34:06 auf 10 km ist in Niedersachsen nichts besonders, während man sich mit dieser Zeit ohne Probleme in Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 4 in der Bestenliste befindet.

Die Kreismeisterschaften im Hasselbachtal im Wolfsburg verliefen nach Plan, am Ende erreichte ich das Ziel hinter Hendrik Redeker wie erwartet auf Platz 2. Vor den Rennen fühlte ich mich unerklärlich müde, dies wurde mir auf der letzten und dritten Runde zum Verhängnis und ich konnte den Anschluss zu Hendrik nicht halten. Am Ende war ich über Platz und mit 19:06 Minuten jedoch sehr zufrieden.

Die letzten vier Wochen waren wegen den Wettkämpfen nicht gerade gute Trainingswochen, aber nun bin ich froh erst mal vier Wochen an keinen Wettkampf teilnehmen zu müssen. Vor mir liegen drei anspruchsvolle Trainingswochen, dabei gilt es nicht nurLeistung zu bringen, sondern auch in den Trainingsalltag in Neubrandenburg zurückzufinden.

Kreismeisterschaften in Wolfsburg

Kreismeisterschaften in Wolfsburg


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Crosslauf Meerhardt Extreme

Die Laufszene wird im Moment von Crosswettkämpfen bestimmt, auch in meinen Wettkampfplan stehen einige auf dem Plan. Jedoch der härteste und anspruchsvollste dieser Saison gehört schon der Vergangenheit an. Am Samstag, 1. Februar lief ich beim Meerhardt Extreme Crosslauf im Dieringshausen, in der Nähe von Gummersbach. Der 10 Kilometer Lauf wurde seinem Namen gerecht, denn die Bedingungen auf der Strecke waren in der Tat: „Extrem“.

Extreme_Start

Start beim Meerhardt Extreme

In Dieringshausen begrüßte mich nicht nur Frederik Klingenstein, Vertriebsleiter von Skinfit Deutschland, sondern auch ein starker Dauerregen. Dieser hatte schon in der Nacht zuvor die Absicht, den 159 Läufern das Rennen zu erschweren.

Um 14 Uhr erfolgte der Startschuss, gleich zu beginn bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe. Die Strecke verlief auf einem breiten Waldweg steil bergau. Nach einer kurzen Abwärtspassage erfolgte der Anstieg zum höchsten Punkt nach ca. 2,5 km. An diesem Anstieg (ca. 10 % Steigung) riss die Spitzengruppe auseinander, auch mir gelang es nicht den Anschluss zu halten. Der Abstand zu dem nun neuen Führungsduo wurde leider zusehends größer. Nach knapp 3,6 Kilometer erreichte ich den mit 360 m höchsten Punkt. An dieser Stelle begann der wirkliche Crosslauf, denn auf einen schmalen Trampelpfad wand sich die Strecke bergab. In rasender Geschwindigkeit schoss ich diesen schlammigen Pfad hinunter, sprang über eine Vielzahl von Wurzeln und Geäst. Trittsicher bohrten sich die Stollen des X-Talon 190 von Inov-8 in den Schlamm. Mit jedem Schritt flog ich wieder näher an die Spitzengruppe heran. Der Höhepunkt dieses Streckenabschnitts bildete eine schlammige und steile Piste, in diesem Moment vergaß ich sämtliche Vorsichtsmaßnahmen und hämmerte den gefährlichen Abhang runter. Auf diesen kurzen Abschnitt konnte ich mich bis auf wenige Meter wieder an die Spitzengruppen herankämpfen.

HöhenprofilMeerhardt

Höhenprofil. Quelle: http://www.meerhardtextreme.de

Zum Verhängnis wurde mir der nächste Anstieg auf der zweiten kleineren 3 km langen Runde, denn hier waren sämtliche Kraftreserven verbraucht. Die drei führenden Läufer waren meinem Sichtfeld entschwunden und ich lieferte mir mit dem späteren Viertplatzierten einige Schlagabtäusche. Auf dem letzten Anstieg gelang es mir wiederum nicht den Anschluss zu halten. Auch wenn ich den letzten Abstieg in hohem Tempo in Richtung Ziel zurücklegte, (laut meiner Uhr wäre ich die letzten 600 m in unter 3 min Tempo gelaufen) gelang es mir nicht die gerissene 8 Sekunden Lücke wieder ganz zu schließen. Völlig durchnässt, von oben bis unten mit Dreck bedeckt erreichte ich am Ende das Ziel in einer Zeit von 41:16 auf den fünften Platz. Zum Sieg fehlten 86 Sekunden und zum Podiumsplatz 57 Sekunden

Extreme1

Noch auf Platz 4.

Zum Crosslauf gehört für mich eine abwechslungsreiche und technisch anspruchsvolle Strecke, mit unterschiedlichen Höhenprofilen. Leider werden immer mehr Läufe in Deutschland diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Aber es gibt noch einige wenige solcher Strecken in Deutschland, und beim Meerhardt Extreme wurde ich nicht enttäuscht. Der Lauf hat mir trotz, oder gerade wegen den Qualen unglaublich viel Spaß gemacht, denn an diesem Tag bin ich mit Abstand den besten Crosslauf meines Lebens gelaufen. Der Anfangs lästige Regen und die schlammige Strecke machten dieses Erlebnis erst richtig perfekt.

Wenn im nächsten Jahr wieder alles passen sollte, dann freue ich mich wieder an den Start zugehen.

Weitere Informationen, Bilder und Ergebnisse findet ihr unter: http://www.meerhardtextreme.de

 


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